Das bietet das Online-Format
Mein Angebot:
Psychotherapie und Diagnostik
In meiner Privatpraxis biete ich zwei Leistungen für Erwachsene im Online-Format an: Psychologische Psychotherapie (Verhaltenstherapie und Klärungsorientierte Psychotherapie) sowie Diagnostik bei Verdacht auf ADHS oder Autismus.
Beide Angebote sind wissenschaftlich fundiert, ressourcenorientiert und individuell auf Ihre Situation abgestimmt.
Mein Ziel ist es, Sie fachlich fundiert, sorgfältig und zugleich einfühlsam zu unterstützen, sei es bei der Bewältigung psychischer Belastungen oder bei der Klärung diagnostischer Fragen.

Autismus und ADHS
Diagnostik für Erwachsene

Ich biete eine sorgfältige, wissenschaftlich fundierte Diagnostik gemäß ICD-10/ICD-11 bei Verdacht auf ADHS oder Autismus-Spektrum-Störung (ASS) an. Ziel ist es, eine Diagnose zu stellen oder begründet auszuschließen und Ihnen damit Klarheit zu geben.
Da ADHS und Autismus häufig gemeinsam auftreten (AuDHS) und sich in manchen Merkmalen überschneiden, berücksichtige ich bei jeder Abklärung beide Möglichkeiten.
Zu jeder Diagnostik gehört außerdem eine sorgfältige Differentialdiagnostik: Ähnliche Merkmale können auch bei anderen psychischen Störungen auftreten, etwa bei Depressionen, Angststörungen, Traumafolgestörungen oder Persönlichkeitsstörungen. Diese werden ebenso geprüft wie mögliche begleitende Erkrankungen.
Auch unabhängig von ADHS und Autismus biete ich eine differentialdiagnostische Abklärung an, wenn unklar ist, ob und welche psychische Störung vorliegt.
Autismus-Diagnostik
Vielleicht haben Sie schon lange das Gefühl, „anders zu sein“, Dinge intensiver wahrzunehmen oder soziale Situationen bewusst analysieren zu müssen, während sie für andere intuitiv erscheinen – und fragen sich, ob eine Autismus-Spektrum-Störung eine Erklärung sein könnte.
Für wen ist eine Autismus-Diagnostik sinnvoll?
- wiederkehrende Unsicherheiten in sozialen Situationen
- das Gefühl, Reize oder Anforderungen intensiver wahrzunehmen
- Schwierigkeiten in spontaner sozialer Interaktion
- stark fokussierte Interessen oder klares Bedürfnis nach Struktur
- langjährige Frage nach einer möglichen Autismus-Spektrum-Diagnose
Eingesetzte Verfahren (Autismus)
- Klinisches Interview: Freiburger 11-Punkte-Liste, ggf. weitere strukturierte Interviewleitfäden – um autistische Merkmale, Ihr Erleben, Kompensationsstrategien und Ihre Entwicklung zu erkunden
- Fragebögen: AQ / AQ-k, RAADS-R, ggf. EQ; ergänzend CAT-Q zum Maskieren – um Hinweise systematisch zu erfassen
- Entwicklungs- und Fremdanamnese: Gespräch mit Bezugspersonen (z. B. Eltern), Zeugnisse und Berichte, ggf. ADI-R – um die frühe Entwicklung und den lebenslangen Verlauf nachzuvollziehen
- Standardisierte Beobachtung: ADOS-2 – um soziale Kommunikation strukturiert zu beobachten
- Ergänzende Verfahren zur sozialen Wahrnehmung: z. B. Reading the Mind in the Eyes Test, Faux-Pas-Test – um einzelne Aspekte zu erkunden, etwa das Erkennen von Gefühlen oder sozialen Missgeschicken
- Differential- und Komorbiditätsdiagnostik: je nach Fragestellung, z. B. ADHS, Depression, Angst, Zwang, Trauma oder Persönlichkeitsstörungen
- Alltag und Funktionsniveau: Arbeit, Beziehungen, Reizverarbeitung, Organisation und Anpassungsaufwand
ADHS-Diagnostik
Vielleicht begleiten Sie Schwierigkeiten mit Aufmerksamkeit, Organisation, innerer Unruhe oder Emotionsregulation schon Ihr ganzes Leben – und Sie fragen sich, ob eine ADHS dahinterstecken könnte. Häufig wurden die Symptome in der Kindheit übersehen, besonders bei Frauen und bei Menschen, die viel kompensiert haben.
Für wen ist eine ADHS-Diagnostik sinnvoll?
- anhaltende Schwierigkeiten mit Konzentration, Struktur und Zeitmanagement
- Aufschieben, Vergesslichkeit oder Chaos trotz großer Anstrengung
- innere Unruhe, Impulsivität oder starke Stimmungsschwankungen
- das Gefühl, deutlich mehr Energie für den Alltag zu brauchen als andere
- Hinweise aus der Kindheit, z. B. in Zeugnissen oder Erzählungen von Angehörigen
Eingesetzte Verfahren (ADHS)
- Klinisches Interview: DIVA-5 – um ADHS-Merkmale im Erwachsenenalter und in der Kindheit strukturiert zu erfassen
- Fragebögen: CAARS (Selbst- und Fremdbeurteilung) – für die aktuelle Symptomatik aus eigener Sicht und aus Sicht einer Bezugsperson
- Rückblick auf die Kindheit: WURS-K – um Hinweise auf ADHS-Symptome in der Kindheit zu erfassen
- Entwicklungs- und Fremdanamnese: Gespräch mit Bezugspersonen, Zeugnisse und Berichte – um Symptome seit der Kindheit nachzuvollziehen
- Differential- und Komorbiditätsdiagnostik: je nach Fragestellung, z. B. Autismus, Depression, Angst, Trauma oder Persönlichkeitsstörungen
- Alltag und Funktionsniveau: Auswirkungen auf Arbeit, Beziehungen und Alltag
Allgemeines und Ablauf: Was kann die Diagnostik leisten?
- Klarheit über individuelle Verhaltens- und Wahrnehmungsmuster
- besseres Verständnis der eigenen Biografie
- Einordnung lang bestehender Fragen oder Unsicherheiten
- Grundlage für weitere therapeutische oder persönliche Schritte
Kein einzelner Fragebogen oder Test stellt eine Diagnose. Entscheidend ist die Gesamtschau aller Bausteine nach den Kriterien der ICD-10/ICD-11.
Als Psychologische Psychotherapeutin kann ich keine Medikamente verordnen. Wenn Sie eine medikamentöse Behandlung erwägen, ist dafür eine Fachärztin bzw. ein Facharzt für Psychiatrie zuständig; der Befundbericht kann dafür eine Grundlage sein.

Psychologische Psychotherapie

Eine Psychotherapie ist dann angezeigt, wenn psychische Beschwerden so stark ausgeprägt sind, dass sie Ihr Wohlbefinden oder Ihre Handlungsfähigkeit im Alltag deutlich beeinträchtigen. Liegt eine psychische Diagnose vor, übernehmen die gesetzlichen und privaten Krankenkassen in der Regel die Behandlungskosten.
Störungsbilder in der Psychotherapie
- Angststörungen
- Depressionen
- Erschöpfung, Burnout
- Zwangsstörungen
- Anpassungsstörungen nach belastenden Lebensereignissen
- Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)
- Traumafolgestörungen
- Schmerzen
- somatoforme Störungen
- psychosomatische Störungen
- Schlafstörungen
- Sexuelle Funktionsstörungen
- Paraphilien
- Schädlicher Gebrauch von Alkohol oder Drogen
- Persönlichkeitsstörungen
- Bei den neurobiologische Varianten der Informationsverarbeitung AD(H)S, AuDHS und Autismus behandle ich Begleiterscheinungen oder funktionale Einschränkungen, um die Lebensqualität zu verbessern und Teilhabe zu ermöglichen.
- Störungen aus dem schizophrenen Formenkreis, akute Suizidalität kann ich im Online-Setting leider nicht begleiten.
Ablauf der Psychotherapie
Das zentrale Ziel einer Psychotherapie ist die gezielte Behandlung der diagnostizierten Störung. Dafür stehen, je nach Beschwerdebild, unterschiedliche Methoden und therapeutische Techniken zur Verfügung.
Manche Verfahren sind störungsspezifisch, z. B. Konfrontationsverfahren bei Angststörungen oder soziales Kompetenztraining bei sozialer Unsicherheit. Gleichzeitig kann es sinnvoll sein, auch weitere Lebensbereiche einzubeziehen. Denn die Psyche funktioniert immer in einem ganzheitlichen Zusammenhang.
Im therapeutischen Prozess werden Sie Schritt für Schritt darin unterstützt, Ihre Schwierigkeiten zunehmend eigenständig zu bewältigen und Ihre persönlichen Lebensziele wieder in den Blick zu nehmen. Dabei gilt: Sie selbst sind die Expertin bzw. der Experte für Ihr Leben. Meine Aufgabe ist es, Sie auf diesem Weg zu begleiten: Durch professionelle Struktur, fachliche Impulse und die Förderung Ihrer eigenen Ressourcen.
Vorschläge und Anregungen können Teil der gemeinsamen Arbeit sein, ob und wie diese für Sie stimmig sind, entscheiden Sie. Sollte etwas nicht passen, entwickeln wir gemeinsam alternative Lösungen.
Dauer einer Psychotherapie
Die Länge einer Psychotherapie hängt von Art und Schwere der Symptomatik ab. Manche Anliegen lassen sich bereits in wenigen Sitzungen klären, während bei komplexeren oder chronischen Beschwerden eine längere Behandlungsdauer sinnvoll ist.
In der Verhaltenstherapie liegt der genehmigungsfähige Umfang in der Regel zwischen 25 und maximal 80 Sitzungen. Das betrifft in meiner Praxis v.a. gesetzlich versicherte Klienten, die das Kostenerstattungsverfahren nutzen sowie auch Klienten mit privater Krankenversicherung. Für Selbstzahler ist kein festes Kontingent festgelegt.
Ziel ist es, die Therapie so lange wie notwendig, aber nicht länger als erforderlich durchzuführen.

Psychotherapie bei ADHS, Autismus und AuDHS
Was ist hier zentral?
ADHS und Autismus selbst sind nicht das Ziel einer Psychotherapie. Nicht jede neurodivergente Besonderheit ist behandlungsbedürftig. Entscheidend sind Ihr Leidensdruck, wie gut Sie im Alltag zurechtkommen, Ihr Lebensumfeld und das, was Sie selbst verändern möchten.
Was wir in der Therapie bearbeiten können
- begleitende psychische Störungen wie Depressionen oder Ängste
- chronische Überforderung und Erschöpfung
- Schwierigkeiten, Gefühle wahrzunehmen und zu regulieren
- Folgen von dauerhaftem Anpassungsdruck und Maskieren (Camouflaging)
- belastende Überzeugungen über sich selbst und über Beziehungen
- Konflikte zwischen dem Wunsch dazuzugehören, authentisch zu sein und sich zu schützen
- Bewältigungsstrategien, die inzwischen mehr schaden als helfen
- Schwierigkeiten mit sensorischen, sozialen oder organisatorischen Anforderungen
Für ADHS und Autismus im Erwachsenenalter gibt es inzwischen spezifische, überwiegend verhaltenstherapeutisch orientierte Programme, etwa zu Selbstorganisation, Emotionsregulation oder sozialer Kommunikation. Ich nutze Elemente daraus und passe bewährte, wissenschaftlich fundierte Ansätze an Ihre Art der Wahrnehmung und Verarbeitung an – statt Sie an ein festes Programm anzupassen.
- Belastung reduzieren: Reizregulation, Pausen und Erholung; die eigenen Belastungsgrenzen erkennen und kommunizieren.
- Selbstregulation ermöglichen: Stimming, Bewegung, Routinen, Spezialinteressen und Rückzug nicht unterdrücken, sondern verstehen und gezielt nutzen.
- Selbstverständnis fördern: eigene Bedürfnisse, Warnzeichen von Überlastung und Regulationsmöglichkeiten erkennen. Ihre neurodivergente Identität ist eine Ressource, kein Defizit.
- Wahlfreiheit erhöhen: Anpassung wird weder automatisch gefördert noch verboten. Wir prüfen gemeinsam, wann sie hilfreich ist und wann ihr Preis zu hoch wird.
- Autonomie stärken: Ziele entwickeln wir gemeinsam und transparent. Auch der Anforderungsdruck in der Therapie selbst darf Thema sein.
- Psychische Störungen behandeln: Liegt zusätzlich eine psychische Störung vor, behandle ich sie mit den dafür bewährten Methoden, angepasst an Ihre Bedürfnisse.
- Klar kommunizieren: Ich spreche Dinge ausdrücklich aus, statt soziale Andeutungen vorauszusetzen. Ziele und Spielräume sind klar benannt. Auf Wunsch gibt es schriftliche oder visuelle Ergänzungen, etwa Zusammenfassungen der Sitzungen.

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