FAQ

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wissenswertes auf einen Blick: Fragen & Antworten

Allgemeines zur Psychotherapie & Beratung

1. Wobei kann Psychotherapie helfen?

  • Psychotherapie kann hilfreich sein bei:
    • Angststörungen
    • Depressionen
    • Erschöpfung, Burnout
    • Zwangsstörungen
    • Anpassungsstörungen nach belastenden Lebensereignissen
    • Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)
    • Traumafolgestörungen
    • Schmerzen 
    • somatoforme Störungen
    • psychosomatische Störungen
    • Schlafstörungen
    • Sexuelle Funktionsstörungen
    • Paraphilien
    • Schädlicher Gebrauch von Alkohol oder Drogen
    • Persönlichkeitsstörungen
    • AD(H)S  
    • Autismus 
    • AuDHS
  • Ein Erstgespräch hilft zu klären, ob eine Therapie sinnvoll ist.

2. Was ist der Unterschied zwischen Psychotherapie, Beratung und Coaching?

  • Psychotherapie richtet sich an Menschen mit psychischen Belastungen oder Erkrankungen (z. B. Depression, Angststörung) und verfolgt ein klares therapeutisches Ziel.
  • Beratung unterstützt bei konkreten Fragestellungen oder Entscheidungssituationen.
  • Coaching ist meist lösungs- und ressourcenorientiert, häufig im beruflichen Kontext.
  • Im Erstgespräch klären wir gemeinsam, welches Format für Ihr Anliegen passend ist.

3. Wie läuft ein Erstgespräch ab?

  • Im unverbindlichen Erstgespräch:
    • schildern Sie Ihr Anliegen
    • klären wir Ihre Erwartungen
    • besprechen wir mögliche Ziele
    • prüfen wir, ob die Zusammenarbeit für beide Seiten stimmig ist
    • Sie können in Ruhe Fragen stellen. Es entsteht daraus keine Verpflichtung.

 

ADHS, Autismus & AuDHS

1. Begleiten Sie Menschen mit ADHS, Autismus und AuDHS?

  • Ja. Ein besonderer Schwerpunkt meiner Arbeit liegt in der psychotherapeutischen Begleitung von Erwachsenen mit ADHS, Autismus und AuDHS.
  • Viele Menschen kommen mit Themen wie Überforderung, chronischer Erschöpfung, Schwierigkeiten im Alltag, Selbstwertproblemen, Reizüberflutung, sozialem Stress oder dem Gefühl, „nicht in klassische Strukturen zu passen“.
  • Auch begleitende psychische Belastungen wie Angst, Depression, Stress oder Burnout spielen häufig eine Rolle.

2. Was bedeutet ADHS im Erwachsenenalter?

  • ADHS zeigt sich bei Erwachsenen häufig weniger durch Hyperaktivität, sondern eher durch Schwierigkeiten in den Bereichen Aufmerksamkeit, Organisation, Planung und Emotionsregulation.
  • Typisch sind unter anderem:
    • Probleme mit Struktur und Zeitmanagement
    • Prokrastination und Aufschieben
    • innere Unruhe oder gedankliches „Springen“
    • emotionale Überforderung oder Impulsivität
    • starke Schwankungen in Energie und Motivation
  • ADHS ist keine Frage von Disziplin, sondern eine neurobiologische Form der Informationsverarbeitung.

3. Was bedeutet Autismus im Erwachsenenalter?

  • Autismus beschreibt eine angeborene Form der Wahrnehmungs- und Informationsverarbeitung.
  • Viele autistische Erwachsene erleben unter anderem:
    • erhöhte Reizempfindlichkeit oder Reizüberflutung
    • ein starkes Bedürfnis nach Struktur und Vorhersehbarkeit
    • Unterschiede in sozialer Kommunikation
    • intensive Interessen und tiefe Fokussierung
    • hohe Erschöpfung durch Anpassungsleistungen (Masking)
  • Autismus ist keine psychische Erkrankung, sondern Teil menschlicher Neurodiversität.

4. Was bedeutet AuDHS?

  • AuDHS bezeichnet das gleichzeitige Vorliegen von ADHS und Autismus.
  • Viele Menschen erleben dabei eine Kombination aus beiden neurobiologischen Verarbeitungsweisen. Dadurch ergeben sich oft sehr individuelle und teilweise widersprüchlich wirkende Erfahrungen im Alltag.
  • Eine gemeinsame Betrachtung beider Perspektiven kann helfen, sich selbst besser zu verstehen und passende Strategien zu entwickeln.

5. Muss ich eine Diagnose haben?

  • Nein. Sie können sich auch dann an mich wenden, wenn Sie eine Vermutung haben oder sich in Beschreibungen wiedererkennen.
  • Im Erstgespräch klären wir gemeinsam, ob ADHS, Autismus oder AuDHS eine relevante Rolle spielen könnten und welche nächsten Schritte sinnvoll sind.

6. Behandeln Sie ADHS, Autismus oder AuDHS?

  • Ja. Psychotherapie zielt dabei nicht darauf ab, ADHS oder Autismus zu „verändern“.
  • Im Mittelpunkt steht vielmehr:
    • den eigenen Umgang mit Anforderungen zu verbessern
    • Belastungen zu reduzieren
    • emotionale Stabilität zu fördern
    • individuelle Stärken besser zu nutzen
    • und einen passenden Umgang mit den eigenen Strukturen und Bedürfnissen zu entwickeln
  • Auch begleitende psychische Belastungen können therapeutisch behandelt werden.

Ablauf & Setting

1. Wie laufen Sitzungen ab – online oder vor Ort?

  • Sitzungen können online über einen sicheren Video-Link stattfinden. 
  • Online-Therapie bietet maximale Flexibilität. 

2. Wie lange dauert eine Sitzung?

  • Eine psychotherapeutische Sitzung dauert in der Regel 50 Minuten.
  • Beratung und Coaching / Supervision können bei Bedarf auch länger oder kürzer gestaltet werden.
  • Diagnostiksitzungen dauern meist zwischen 50 und 100 Minuten
    • Die genaue Dauer richtet sich nach dem jeweiligen diagnostischen Schritt und dem individuellen Bedarf. 
    • Im Rahmen der Autismus-Diagnostik können ausführliche Anamnese-Gespräche oder standardisierte Verfahren entsprechend mehr Zeit benötigen.

3. Wie häufig finden Termine statt?

  • Zu Beginn sind bei der Psychotherapie wöchentliche Termine üblich, um Stabilität und Kontinuität aufzubauen.
  • Später können die Abstände individuell angepasst werden, je nach Ziel, Fortschritt und Bedarf.
  • Bei Beratung, Coaching / Supervision kann auch nur ein Termin ausreichend sein, je nach Frage und Ziel

4. Wie lange dauert eine Therapie oder Diagnostik insgesamt?

  • Psychotherapie: Das ist individuell unterschiedlich.
    • Kurzzeittherapie: einige Monate
    • Längerfristige Begleitung: mehrere Monate bis über ein Jahr
    • Dauer und Ziele werden regelmäßig gemeinsam reflektiert und angepasst.
  • Beratung, Coaching / Supervision
    • Je nach Anliegen kann bereits ein einzelner Termin ausreichend sein oder eine Begleitung über mehrere Sitzungen sinnvoll werden.
  • Die Autismus-Diagnostik erfolgt über mehrere Termine und umfasst in der Regel:
    • ein Erstgespräch zur Klärung der Fragestellung
    • eine ausführliche Biografie- und Entwicklungsanamnese
    • standardisierte Selbstauskunftsfragebögen (zwischen den Sitzungen)
    • Testungssitzungen und Verhaltensbeobachtung
    • ein klinisches Interview
    • eine gemeinsame Besprechung der Ergebnisse
    • Je nach individueller Fragestellung und Umfang der Diagnostik erstreckt sich der Prozess in der Regel über mehrere Sitzungen.

1. Welche therapeutische Methode wird angewendet?

  • Ich arbeite verhaltenstherapeutisch. Das bedeutet:
    • aktuelle Gedanken- und Verhaltensmuster werden betrachtet
    • Zusammenhänge zwischen Gedanken, Gefühlen und Verhalten werden verständlich gemacht
    • konkrete Veränderungen werden schrittweise erarbeitet
    • Ziel ist Hilfe zur Selbsthilfe: Sie sollen langfristig eigenständig mit Herausforderungen umgehen können.

2. Ist Online-Therapie genauso wirksam wie Präsenztherapie?

  • Studien zeigen, dass Online-Psychotherapie vergleichbar wirksam sein kann wie Präsenztherapie, vorausgesetzt, die technische Verbindung ist stabil und das Format passt zu Ihrem Anliegen.
  • Bei akuten Krisen oder schweren psychischen Zuständen kann ein intensiveres Setting erforderlich sein.

 

Wirksamkeit & Methode

Organisatorisches

1. Wie schnell bekomme ich einen Termin?

  • Ein Ersttermin ist meist innerhalb von 1–2 Wochen möglich.
  • Die Aufnahme in eine laufende Psychotherapie erfolgt über eine Warteliste (ca. 3–6 Monate).

2. Wer übernimmt die Kosten?

  • Ich arbeite als Selbstzahlerpraxis.
  • Private Krankenkassen oder Zusatzversicherungen erstatten die Kosten häufig, abhängig vom individuellen Vertrag.
  • Gesetzlich Versicherte können unter bestimmten Voraussetzungen das Kostenerstattungsverfahren nutzen.
  • Gerne informiere ich Sie dazu im Erstgespräch.

3. Was passiert bei technischen Problemen?

  • Sollte die Videoverbindung unterbrochen werden, wählen wir uns erneut ein.
  • Falls dies nicht möglich ist, wird die Sitzung telefonisch fortgesetzt oder zeitnah nachgeholt.

4. Was benötige ich für eine Online-Therapie?

  • stabile Internetverbindung
  • Gerät mit Kamera und Mikrofon
  • ruhiger, ungestörter Raum
  • Kopfhörer erhöhen den Schutz Ihrer Privatsphäre.

5. Wie werden meine Daten geschützt?

  • Die Online-Sitzungen erfolgen über einen datenschutzkonformen Videoanbieter.
  • Alle Inhalte unterliegen selbstverständlich der therapeutischen Schweigepflicht.

6. Was ist, wenn ich einen Termin absagen muss?

  • Vereinbarte Termine sind verbindlich.
  • Absagen sind bis 24 Stunden vorher kostenfrei möglich.
  • Bei kurzfristigeren Absagen wird das Honorar in Rechnung gestellt.

Krisen & Grenzen

1. Für wen ist Online-Therapie nicht geeignet?

  • Nicht ausreichend ist sie bei:
    • akuter Suizidalität
    • schweren psychischen Krisen
    • akut psychotischen Zuständen
    • dringendem Bedarf an stationärer Behandlung
    • In solchen Fällen ist eine unmittelbare Notfallversorgung oder ein intensiveres Setting notwendig.

2. Was mache ich in einer akuten Krise?

  • Bei akuter Selbst- oder Fremdgefährdung wenden Sie sich bitte direkt an:
    • den ärztlichen Bereitschaftsdienst (116 117)
    • den Notruf (112)
    • eine psychiatrische Klinik in Ihrer Nähe 
  • Online-Therapie ersetzt keine Notfallversorgung.
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